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Interview MedtecLIVE 2026

„MedtecLIVE ist für uns einer der wichtigsten Knotenpunkte im Innovationsökosystem.“

Interview mit Julia Ott, Bayern Innovativ GmbH

MedtecLIVE
Nürnberg, Deutschland

Als Clustermanagerin Medizintechnik und Leiterin des Partnernetzwerks Gesundheit bei Bayern Innovativ bewegt sich Julia Ott täglich im Spannungsfeld von Innovationsförderung, Branchenwissen und strategischer Vernetzung. Für sie sind Messen wie die MedtecLIVE zentrale Orte, an denen die MedTech‑Community zusammenkommt – mit großer Wirkung für die regionale wie überregionale Innovationslandschaft. 

Frau Ott, welchen Stellenwert haben Fachmessen wie die MedtecLIVE für Ihre Arbeit? 

Bevor wir über die großen Trends der Branche sprechen, beschreibt Julia Ott zunächst, warum die MedtecLIVE für sie als Netzwerkerin eine so bedeutende Rolle spielt. Sie sieht in der Messe vor allem eine Plattform, auf der relevante Akteure sichtbar werden – und miteinander in Kontakt treten. 

„Messen wie die MedtecLIVE sind für uns als Netzwerker und Innovationsförderer in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Sie bieten eine Vernetzungs- und Austauschplattform und bieten Kontaktpunkte zu bereits bekannten Kontakten, aber auch zu neuen interessanten Playern. Zudem liefern begleitende Foren und Fachbeiträge komprimiertes Expertenwissen der Branche.“ 

Damit zeigt sie: Für Innovationsarbeit braucht es Orte, an denen Wissen, Menschen und Ideen zusammenkommen. 

Welche Entwicklungen werden Ihrer Einschätzung nach die MedtecLIVE 2026 prägen? 

Auf die Frage nach den dominierenden Themen für die kommende Messe benennt Ott klar die Bereiche, die den Transformationsdruck in der Medizintechnik aktuell besonders stark bestimmen. 

„Aus meiner Sicht werden regulatorische Anforderungen, Digitalisierung und KI sowie Nachhaltigkeit die MedtecLIVE 2026 besonders prägen. Gleichzeitig rücken Digitalisierung und KI viel stärker in den operativen Bereich und in die Anwendung vor: Es geht nicht mehr nur um Visionen, sondern um konkrete Anwendungen in Produktion, Diagnostik und Therapie. Und schließlich wird Nachhaltigkeit zunehmend zu einer Querschnittsanforderung, die in Entwicklung, Beschaffung, Materialauswahl, Produktion und Lebenszyklusüberlegungen hineinwirkt. Diese Entwicklungen sind nicht isoliert, sondern sie beeinflussen sich gegenseitig – und genau diese komplexe Wechselwirkung wird auf der Messe sichtbar werden.“ 

Mit dieser präzisen Antwort zeigt sie, dass die Herausforderungen für Unternehmen nicht mehr nur technologischer Natur sind, sondern tiefer ins organisatorische, rechtliche und strategische Fundament eingreifen. 

Welche Trends sind für Sie besonders zukunftsweisend? 

Beim Blick in die Zukunft erweitert Ott den Horizont über die Messe hinaus. 

„Sicherlich sind hier ebenfalls Digitalisierung und KI, Cybersecurity, 4PMedizin und Nachhaltigkeit zu nennen. Digitalisierung und KI werden in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle spielen – nicht nur bei der Produktentwicklung, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie ermöglichen effizientere Prozesse, datenbasierte Entscheidungen und neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Cybersecurity, denn vernetzte Medizintechnik funktioniert nur dann zuverlässig und sicher, wenn Datenschutz und Systemintegrität gewährleistet sind. Die 4PMedizin – präventiv, prädiktiv, personalisiert und partizipativ – verändert zudem die Rolle des Patienten und erfordert neue Schnittstellen, Datenflüsse und Versorgungsmodelle. Und schließlich wird Nachhaltigkeit zu einem zentralen Entscheidungskriterium für Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen, etwa hinsichtlich Materialien, Energieeffizienz oder CO₂Bilanz.“ 

Ihre Antwort zeigt: Zukunft beginnt dort, wo Technologie, Regulierung und Versorgung gemeinsam gedacht werden. 

Wie fließen Eindrücke und Gespräche der MedtecLIVE in Ihre Produktstrategie ein? 

Auch wenn Bayern Innovativ selbst keine Produkte entwickelt, nutzt Ott die Messe in hohem Maße als inhaltliches Frühwarnsystem. 

„Auch wenn wir als Netzwerkorganisation keine Produkte entwickeln, sind die Eindrücke und Gespräche auf der MedtecLIVE zentral für unsere Arbeit. Sie geben uns ein unmittelbares Bild davon, wo Unternehmen stehen und welche Bedarfe sich abzeichnen. Viele Gespräche liefern Impulse, die wir in unsere Aktivitäten, Arbeitskreise oder Kooperationsprojekte einfließen lassen. Häufig entstehen aus kurzen Begegnungen konkrete Ideen für Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Start-ups. Genau diese Verbindungen sind ein wesentlicher Teil unseres Auftrags.“ 

Hier zeigt sich, wie eng Messeerlebnisse und strategische Netzwerkentwicklung miteinander verknüpft sind. 

Welchen Mehrwert bietet Ihnen die MedtecLIVE gegenüber anderen Formaten? 

Zum Abschluss unterstreicht Ott, warum die MedtecLIVE für sie ein besonders passgenaues Format ist. 

„Die MedtecLIVE zeichnet sich durch eine tiefe Branchenfokussierung aus. Sie konzentriert sich explizit auf Medizintechnik – von Entwicklung über Manufacturing bis zur Zulassung. Diese Spezialisierung schafft eine inhaltliche Tiefe und ermöglicht sehr zielgerichtete Gespräche. Die Messe ist groß genug, um relevante Themen umfassend abzubilden, und gleichzeitig kompakt genug, um intensive, qualitativ hochwertige Kontakte zu knüpfen. Für unsere Netzwerkarbeit ist genau diese Mischung ideal.“ 

Sie möchten die Medizintechnik von morgen nicht nur beobachten, sondern aktiv gestalten? Dann ist die MedtecLIVE 2026 Ihr Treffpunkt. Besuchen Sie den bayerischen Gemeinschaftsstand (Halle 3, Stand 429), erleben Sie Innovationen hautnah und knüpfen Sie Kontakte, die Ihr nächstes Entwicklungsprojekt voranbringen. 

Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket für die MedtecLIVE 2026 und werden Sie Teil des europäischen MedTechÖkosystems. 

Ihre Kontaktperson

Georg Loichinger

Georg Loichinger

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