„Die MedtecLIVE ist für uns zugleich Radar, Resonanzraum und Realitätscheck.“
Interview mit Stephan Hüwel, JÜKE Systemtechnik GmbH
Wer mit Stephan Hüwel spricht, spürt sofort seine Nähe zum Medizintechnikmarkt. Als Leiter Vertrieb und Marketing bei der JÜKE Systemtechnik GmbH bewegt er sich in einer Branche, die in vielerlei Hinsicht anders funktioniert als andere Industrien: Entwicklungszyklen sind anspruchsvoll, regulatorische Vorgaben streng, Qualitätsanforderungen und Zuverlässigkeit kompromisslos. Veränderungen entlang der Lieferkette haben oft unmittelbare Auswirkungen auf Sicherheit, Zulassung und Marktzugang. Gerade diese enge Verzahnung von technologischer Innovation, normativer Sicherheit und verlässlicher Produktion macht die Medizintechnik zu einem besonders sensiblen und zugleich hochdynamischen Marktumfeld. Genau diese Verbindung macht den Markt so anspruchsvoll. Die MedtecLIVE ist für ihn daher mehr als ein Branchentreff. Sie ist der Ort, an dem sich relevante Entwicklungen verdichten, Perspektiven abgleichen lassen und wertvolle Orientierung für strategische Entscheidungen entsteht.
Herr Hüwel, welchen Stellenwert haben Fachmessen wie die MedtecLIVE für Ihr Unternehmen?
Bevor wir in die technologischen und regulatorischen Entwicklungen einsteigen, beschreibt Stephan Hüwel zunächst, warum Messen für JÜKE so wichtig sind. Er sieht aus seiner Position in der Messe vor allem einen Ort, an dem Theorie und Praxis aufeinandertreffen: „Messen wie die MedtecLIVE sind für uns ein zentraler Marktplatz für Orientierung, Austausch und konkrete Projektanbahnung. Wir treffen dort Entscheider, Entwickler und Einkäufer entlang der gesamten Wertschöpfung – von Idee über Engineering bis Auftragsproduktion und Regulatorik.“ Er betont besonders den Wert des Dialogs: Anforderungen und Trends nur zu lesen, sei das eine – sie im direkten Gespräch zu verstehen, das andere. Genau daraus entstünden für JÜKE „belastbare Use-Cases, Partnerschaften und Aufträge“.
Bevor wir über technologische und regulatorische Entwicklungen sprechen, macht Stephan Hüwel deutlich, warum Fachmessen wie die MedtecLIVE für JÜKE eine zentrale Rolle spielen. Für ihn sind sie weit mehr als klassische Branchentreffen: Sie bündeln genau jene Themen, die die Medizintechnik prägen – Innovation, regulatorische Sicherheit, Qualität und Umsetzbarkeit. „Die MedtecLIVE ist für uns eine zentrale Plattform für Orientierung, Austausch und konkrete Projektanbahnung. Wir treffen dort Entscheider, Entwickler und Einkäufer entlang der gesamten Wertschöpfung – von der Idee über Engineering und Produktion bis zur Regulatorik.“ Ihren besonderen Wert entfaltet die Messe für ihn im direkten Gespräch. Denn Anforderungen und Trends lassen sich nicht nur analysieren, sondern vor allem im persönlichen Austausch präzise einordnen – und genau daraus entstehen tragfähige Partnerschaften und neue Projekte.
Welche Entwicklungen werden Ihrer Einschätzung nach die MedtecLIVE 2026 prägen?
Zwischen regulatorischem Druck, geopolitischen Spannungen und hoher technologischer Dynamik sieht Stephan Hüwel drei Entwicklungen, die die MedtecLIVE 2026 in Stuttgart besonders prägen werden..
„Aus meiner Sicht werden vor allem drei Entwicklungen sichtbar: der produktive Einsatz von KI, geopolitische Rahmenbedingungen für stabile und ‘unbelastete’ Liefer- und Handelsbeziehungen sowie Cybersecurity als zentrale Zulassungs- und Marktvoraussetzung.“
- Er ordnet diese Bereiche klar ein:
- KI bewegt sich 2026 endgültig von der Vision zur Umsetzung.
- Globale Unsicherheiten erfordern resilientere Produktions- und Beschaffungsstrategien.
- Cybersecurity tritt durch EURegulierung endgültig ins Zentrum der Produktentwicklung.
Diese Spannungsfelder werden sich laut Hüwel „in Lösungen, Best Practices und sehr konkreten Projektfragen auf der Messe widerspiegeln.“
Welche Trends sind für Sie besonders zukunftsweisend?
Mit dem Blick nach vorn wird deutlich, wie stark Technologie, Regulierung und Lieferketten in der Medizintechnik inzwischen ineinandergreifen und welche Dynamik daraus für die kommenden Jahre entsteht..
„Aus meiner Sicht zeichnen sich für die nächsten Jahre vor allem fünf richtungsweisende Trends ab: Erstens wandert KI/Automation vom Pilot in den produktiven Betrieb. Zweitens gewinnt Cybersecurity-by-Design an Bedeutung, weil der EU Cyber Resilience Act Lifecycle-Pflichten strukturell verankert. Drittens wird die Resilienz von Lieferketten zum strategischen Engineering-Thema. Viertens rücken Datenzugang und Interoperabilität stärker in den Mittelpunkt. Fünftens beeinflussen Material- und Nachhaltigkeitsanforderungen die Produktentwicklung spürbar stärker.“
Seine Antwort macht deutlich, dass die Branche an einem Punkt angekommen ist, an dem Innovation ganz klar im Zusammenspiel mit neuen regulatorischen, technologischen und strukturellen Anforderungen gedacht werden muss.
Wie fließen Eindrücke und Gespräche der MedtecLIVE in Ihre Produktstrategie ein?
Hier wird besonders deutlich, wie unmittelbar die Messeerfahrungen auf die Engineering-Praxis und strategische Einordnung wirken.
„Die MedtecLIVE ist für uns ein Früherkennungssystem und ein Realitätscheck zugleich. Wir nehmen aus Gesprächen sehr konkrete Signale mit: Welche neuen technischen Möglichkeiten für ein innovatives Gerätedesign sind verfügbar? Welche Funktionalitäten sind möglich und gefordert? Das kann zum Teil direkt in unsere Kundenprojekte einfließen. Manchmal sind es einzelne Diskussionen am Stand, “
Die Messe dient JÜKE damit als unmittelbarer Resonanzraum des Marktes, in dem sich theoretische Analysen und persönliche Gespräche zu einem besonders präzisen Gesamtbild verdichten.
Welchen Mehrwert bietet Ihnen die MedtecLIVE gegenüber anderen Formaten?
Zum Schluss wird deutlich, warum sich die MedtecLIVE für Hüwel klar von anderen Veranstaltungsformaten im Markt abhebt.
„Ihre größte Stärke ist die Fokussierung. Man bekommt in kurzer Zeit einen präzisen Überblick über alle relevanten Themen – ohne Streuverluste. Gerade weil sie kompakt ist, entstehen schnell intensive und belastbare Gespräche. Zudem ist die Messe stark europäisch ausgerichtet und fördert den Austausch innerhalb des europäischen MedTech-Ökosystems. Für uns, die in regulierten Märkten aktive sind und partnerschaftsorientiert arbeiten, ist das ein deutlicher Vorteil.“
Wer die Medizintechnik von morgen nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten möchte, findet auf der MedtecLIVE 2026 den passenden Rahmen. Treffen Sie Experten wie Stephan Hüwel, erleben Sie Innovationen hautnah und knüpfen Sie Kontakte, die Ihr nächstes Entwicklungsprojekt voranbringen.
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