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Mehr Erfolg beim 3D-Druck medizinischer Produkte

Formlabs 3D-Drucker werden im Gesundheitswesen für verschiedene Anwendungen eingesetzt, von der Prototypenentwicklung bis zur Fertigung von Endprodukten. In diesem Beitrag gehen wir auf einige Anwendungsfelder genauer ein.

BFI Innovation GmbH
Nürnberg, Deutschland

Formlabs: 3D-Druck im Gesundheitswesen

Formlabs 3D-Drucker werden im Gesundheitswesen für verschiedene Anwendungen eingesetzt, von der Prototypenentwicklung bis zur Fertigung von Endprodukten.

Auf einer Holzoberfläche werden verschiedene 3D-gedruckte Objekte angezeigt, darunter ein Schädel, eine Hand, ein Dinosaurierkopf, geometrische Formen, mechanische Teile, eine Schaufel und elektronische Komponenten.

Vorteile:

  • Schnellere Produktentwicklung: Durch 3D-Druck können Prototypen schnell und einfach hergestellt und getestet werden, so dass Produkte schneller auf den Markt gebracht werden können.
  • Geringere Kosten: 3D-Druck kann die Produktionskosten senken, da komplexe Geometrien ohne teure Werkzeuge hergestellt werden können.
  • Höhere Flexibilität: 3D-Druck ermöglicht die Herstellung von kundenspezifischen Produkten und kleinen Serien, die mit traditionellen Fertigungsmethoden nicht möglich sind.
  • Verbesserte Patientenversorgung: 3D-Druck kann zur Herstellung von patientenspezifischen Implantaten und medizinischen Geräten verwendet werden, die die Behandlungsergebnisse verbessern können.

Fallbeispiele:

  • Peva Project: 

    Das Peva Project steht für eine neue Generation medizinischer Produkte, bei denen Selbstbestimmung, Komfort und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Ziel der Initiative ist es, bestehende medizinische Routinen zu hinterfragen und Instrumente so neu zu denken, dass sie den Bedürfnissen von Patient*innen und medizinischem Fachpersonal gleichermaßen gerecht werden.  Eine Person mit verschiedenen Tätowierungen an Beinen und Armen sitzt vor einem orangefarbenen Hintergrund und hält eine durchsichtige Menstruationstasse. Ihr Gesicht ist auf dem Bild nicht zu sehen.

    Ein zentrales Beispiel dafür ist das Peva Spekulum, ein gynäkologisches Untersuchungsinstrument, das Patientinnen aktiv in den Untersuchungsprozess einbindet. Es wurde so entwickelt, dass es von Patientinnen selbst eingeführt werden kann. Dadurch entsteht eine deutlich angenehmere, selbstbestimmtere Untersuchungssituation, die Vertrauen schafft und eine Interaktion auf Augenhöhe ermöglicht.

    Für die Entwicklung und Fertigung der Spekula setzt Peva auf die Expertise von BFI Innovation sowie die Technologie von Formlabs. Produziert werden die Bauteile auf dem Formlabs Form 4B unter Verwendung des biokompatiblen Materials Formlabs BioMed Clear.           Eine schwarze Patrone mit der Aufschrift BioMed Clear Resin V1 und einem hellblauen Etikett, die für die Verwendung mit Formlabs 3D-Druckern bestimmt ist, steht aufrecht vor einem weißen Hintergrund. 

    Diese Kombination ermöglicht eine schnelle, flexible und zugleich normgerechte Herstellung medizinischer Komponenten. Besonders in der Entwicklungsphase profitieren Projekte wie Peva von der additiven Fertigung: Iterationen können in kurzer Zeit umgesetzt, Designs direkt getestet und kontinuierlich verbessert werden, ohne die Einschränkungen klassischer Produktionsmethoden.         Vor einem hellbeigen Hintergrund sind zwei durchsichtige medizinische Spekula aus Kunststoff abgebildet, die in verschiedenen Winkeln positioniert sind, um ihre Struktur und Details zu zeigen.Abstrakte, lichtdurchlässige 3D-gedruckte Objekte, die durch helles rotes Licht beleuchtet werden, mit glatten, geschwungenen Formen und verschlungenen Gitterträgern vor einem dunklen Hintergrund.

    Der Use Case zeigt, wie moderne 3D-Drucktechnologie nicht nur Effizienzgewinne bringt, sondern auch echten Mehrwert für Patient*innen schafft. Durch die enge Zusammenarbeit von Peva, BFI Innovation und Formlabs entsteht ein innovativer Ansatz, der medizinische Produkte neu definiert, funktional, inklusiv und zukunftsorientiert. Webseite von Peva Project 

  • VO2 Master Health Sensors: Das Unternehmen hat einen 3D SLA Drucker von Formlabs verwendet, um einen kleinen, leichten VO2-Analysator zu entwickeln, der ohne sperrige Ausrüstung auskommt.  (Hierbei wurde auf Tough 1500 Resin zurückgegriffen)

Mehrere graue Kunststoffgeräte mit der Aufschrift „VO2 MASTER“ stehen auf einem Tisch. Weitere Geräte derselben Art sind in einer durchsichtigen Plastikbox dahinter verstaut. Die Geräte tragen oben ein rundes Emblem.

  • restor3d: Dieses Unternehmen verwendet 3D-Druck, um verfahrensspezifische chirurgische Instrumente herzustellen, die die Lieferketten- und Sterilisationskosten für Krankenhäuser senken.

Abgebildet sind drei weiße, 3D-gedruckte Schraubenschlüssel: links in einem 3D-Drucker, in der Mitte aufrecht in einer Reihe stehend, rechts mit einer behandschuhten Hand für eine Nahaufnahme gehalten.

  • Coalesce Product Development: Dieses Unternehmen verwendet 3D-Druck, um Inhalatoren und andere medizinische Geräte zu entwickeln und zu testen.

Zwei Hände halten unterschiedliche Inhalationsgeräte vor einem schwarzen Hintergrund: Die linke Hand hält einen Herald BAI-Inhalator, während die rechte Hand einen Brahms DPI-Inhalator hält, beide mit der Aufschrift „Atembehandlung“.

Formlabs bietet eine Reihe von 3D-Druckern und Materialien an, die sich für die Anwendung im Gesundheitswesen eignen. Das Unternehmen verfügt außerdem über ein Team von Anwendungsspezialisten, die Kunden bei der Auswahl der richtigen Technologie für ihre Bedürfnisse unterstützen können.

Eine Reihe von Formlabs-3D-Druckern und -Geräten mit orangefarbenen und lilafarbenen Deckeln, dargestellt auf einem grauen Hintergrund. Das Formlabs Authorized Partner Abzeichen und das BFI 3D Logo erscheinen in den unteren Ecken.

Vorteile des Formlabs Resin-Druckers mit Silicone 40A

Der Einsatz von Silicone 40A Resin bietet gegenüber herkömmlichen Gussverfahren oder anderen Druckmaterialien

Ein Diagramm vergleicht die Shore-A- und Shore-D-Härteskalen und zeigt Bereiche von weich (z. B. Mauspad, Gummiband) bis hart (z. B. Skateboard, Plastikschutz), wobei die Silikonhärte in der Mitte hervorgehoben wird.

Spezifische Vorteile:

Schnelligkeit und Effizienz:

  • Die Produktion von Teilen aus 100 % Silikon ist innerhalb weniger Stunden möglich. Da keine Gussformen entworfen oder hergestellt werden müssen, spart dieser "Druck mit einem Klick" erheblich Zeit im Vergleich zum Silikonguss.

Komplexe Geometrien:

  • Die Methode eignet sich hervorragend für komplexe Designs, Hinterschneidungen oder filigrane Strukturen, die mit traditionellen Gussverfahren nur schwer oder gar nicht umsetzbar wären.

Hervorragende Materialeigenschaften:

  • Das Material bietet eine Shore-Härte von 40A (vergleichbar mit einem Radiergummi) und zeichnet sich durch hohe Elastizität (Bruchdehnung von 230 %) sowie chemische und thermische Beständigkeit -25°C bis 125°C aus.

Eignung für medizinische Anwendungen:

  • Silicone 40A Resin wird für den Einsatz bei Hautkontakt (nach ISO 10993) bewertet und ist ideal für Prototypen, patientenspezifische Prothesen oder Audiologiekomponenten.

Kosteneffizienz:

  • Es ist eine erschwingliche Lösung für das Rapid Prototyping, Beta-Tests oder die Kleinserienfertigung von Endverbrauchsteilen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen.

Eine Vielzahl schwarzer und weißer Formteile aus Gummi und Kunststoff aus dem Automobil- oder Industriebereich, darunter Dichtungen, Stecker und Verbinder, sind auf einer reflektierenden Oberfläche angeordnet.

Fazit:

Formlabs 3D-Drucker sind ein leistungsstarkes Werkzeug, das zur Verbesserung der Produktentwicklung, Senkung der Kosten und Verbesserung der Patientenversorgung im Gesundheitswesen eingesetzt werden kann.

Ihre Kontaktperson

Christian Prysok

Christian Prysok

Marketing Manager/Sales Manager

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