Mehr Erfolg beim 3D-Druck medizinischer Produkte
Formlabs 3D-Drucker werden im Gesundheitswesen für verschiedene Anwendungen eingesetzt, von der Prototypenentwicklung bis zur Fertigung von Endprodukten. In diesem Beitrag gehen wir auf einige Anwendungsfelder genauer ein.
Formlabs: 3D-Druck im Gesundheitswesen
Formlabs 3D-Drucker werden im Gesundheitswesen für verschiedene Anwendungen eingesetzt, von der Prototypenentwicklung bis zur Fertigung von Endprodukten.

Vorteile:
- Schnellere Produktentwicklung: Durch 3D-Druck können Prototypen schnell und einfach hergestellt und getestet werden, so dass Produkte schneller auf den Markt gebracht werden können.
- Geringere Kosten: 3D-Druck kann die Produktionskosten senken, da komplexe Geometrien ohne teure Werkzeuge hergestellt werden können.
- Höhere Flexibilität: 3D-Druck ermöglicht die Herstellung von kundenspezifischen Produkten und kleinen Serien, die mit traditionellen Fertigungsmethoden nicht möglich sind.
- Verbesserte Patientenversorgung: 3D-Druck kann zur Herstellung von patientenspezifischen Implantaten und medizinischen Geräten verwendet werden, die die Behandlungsergebnisse verbessern können.
Fallbeispiele:
- Peva Project:
Das Peva Project steht für eine neue Generation medizinischer Produkte, bei denen Selbstbestimmung, Komfort und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Ziel der Initiative ist es, bestehende medizinische Routinen zu hinterfragen und Instrumente so neu zu denken, dass sie den Bedürfnissen von Patient*innen und medizinischem Fachpersonal gleichermaßen gerecht werden.

Ein zentrales Beispiel dafür ist das Peva Spekulum, ein gynäkologisches Untersuchungsinstrument, das Patientinnen aktiv in den Untersuchungsprozess einbindet. Es wurde so entwickelt, dass es von Patientinnen selbst eingeführt werden kann. Dadurch entsteht eine deutlich angenehmere, selbstbestimmtere Untersuchungssituation, die Vertrauen schafft und eine Interaktion auf Augenhöhe ermöglicht.
Für die Entwicklung und Fertigung der Spekula setzt Peva auf die Expertise von BFI Innovation sowie die Technologie von Formlabs. Produziert werden die Bauteile auf dem Formlabs Form 4B unter Verwendung des biokompatiblen Materials Formlabs BioMed Clear.
Diese Kombination ermöglicht eine schnelle, flexible und zugleich normgerechte Herstellung medizinischer Komponenten. Besonders in der Entwicklungsphase profitieren Projekte wie Peva von der additiven Fertigung: Iterationen können in kurzer Zeit umgesetzt, Designs direkt getestet und kontinuierlich verbessert werden, ohne die Einschränkungen klassischer Produktionsmethoden.


Der Use Case zeigt, wie moderne 3D-Drucktechnologie nicht nur Effizienzgewinne bringt, sondern auch echten Mehrwert für Patient*innen schafft. Durch die enge Zusammenarbeit von Peva, BFI Innovation und Formlabs entsteht ein innovativer Ansatz, der medizinische Produkte neu definiert, funktional, inklusiv und zukunftsorientiert. Webseite von Peva Project
- VO2 Master Health Sensors: Das Unternehmen hat einen 3D SLA Drucker von Formlabs verwendet, um einen kleinen, leichten VO2-Analysator zu entwickeln, der ohne sperrige Ausrüstung auskommt. (Hierbei wurde auf Tough 1500 Resin zurückgegriffen)

- restor3d: Dieses Unternehmen verwendet 3D-Druck, um verfahrensspezifische chirurgische Instrumente herzustellen, die die Lieferketten- und Sterilisationskosten für Krankenhäuser senken.

- Coalesce Product Development: Dieses Unternehmen verwendet 3D-Druck, um Inhalatoren und andere medizinische Geräte zu entwickeln und zu testen.

Formlabs bietet eine Reihe von 3D-Druckern und Materialien an, die sich für die Anwendung im Gesundheitswesen eignen. Das Unternehmen verfügt außerdem über ein Team von Anwendungsspezialisten, die Kunden bei der Auswahl der richtigen Technologie für ihre Bedürfnisse unterstützen können.

Vorteile des Formlabs Resin-Druckers mit Silicone 40A
Der Einsatz von Silicone 40A Resin bietet gegenüber herkömmlichen Gussverfahren oder anderen Druckmaterialien

Spezifische Vorteile:
Schnelligkeit und Effizienz:
- Die Produktion von Teilen aus 100 % Silikon ist innerhalb weniger Stunden möglich. Da keine Gussformen entworfen oder hergestellt werden müssen, spart dieser "Druck mit einem Klick" erheblich Zeit im Vergleich zum Silikonguss.
Komplexe Geometrien:
- Die Methode eignet sich hervorragend für komplexe Designs, Hinterschneidungen oder filigrane Strukturen, die mit traditionellen Gussverfahren nur schwer oder gar nicht umsetzbar wären.
Hervorragende Materialeigenschaften:
- Das Material bietet eine Shore-Härte von 40A (vergleichbar mit einem Radiergummi) und zeichnet sich durch hohe Elastizität (Bruchdehnung von 230 %) sowie chemische und thermische Beständigkeit -25°C bis 125°C aus.
Eignung für medizinische Anwendungen:
- Silicone 40A Resin wird für den Einsatz bei Hautkontakt (nach ISO 10993) bewertet und ist ideal für Prototypen, patientenspezifische Prothesen oder Audiologiekomponenten.
Kosteneffizienz:
- Es ist eine erschwingliche Lösung für das Rapid Prototyping, Beta-Tests oder die Kleinserienfertigung von Endverbrauchsteilen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen.

Fazit:
Formlabs 3D-Drucker sind ein leistungsstarkes Werkzeug, das zur Verbesserung der Produktentwicklung, Senkung der Kosten und Verbesserung der Patientenversorgung im Gesundheitswesen eingesetzt werden kann.