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Mehr Sicherheit, weniger Ausschuss: Intelligente Fügetechnik für die Montage von Injektionssystemen

Wie NC-Fügemodule von PROMESS den Montageprozess in der Medizintechnik nachhaltig verbessern, die Produktqualität steigern und für Patientensicherheit sorgen

PROMESS Montage- und Prüfsysteme GmbH
Berlin, Deutschland

Injektionssysteme wie Insulinpens, Autoinjektoren oder Einmalspritzen gehören heute zum Alltag in der medizinischen Versorgung. Doch bei ihrer Montage entscheidet sich, ob ein Produkt zuverlässig und sicher eingesetzt werden kann. Klassische Fügetechniken stoßen hier schnell an Grenzen – vor allem, wenn es um dokumentierte Qualität, reproduzierbare Prozesse und hohe Flexibilität geht. PROMESS Fügemodule bieten eine moderne, prozesssichere Lösung, die nicht nur präziser, sondern auch intelligenter arbeitet – ein echter Fortschritt für Hersteller medizintechnischer Systeme. Die wachsenden Herausforderungen bei der Montage von Injektionssystemen: Hohe Anforderungen an Präzision und Rückverfolgbarkeit

Die Montage medizintechnischer Produkte – insbesondere von Injektionssystemen – ist ein sensibler Prozess. Jedes Bauteil muss exakt positioniert und mit definierter Kraft gefügt werden. Schon geringste Abweichungen können dazu führen, dass ein Produkt nicht mehr einwandfrei funktioniert – mit potenziell gravierenden Folgen für den Anwender.

Hersteller stehen heute vor mehreren Herausforderungen:

  • Zunehmende Produktkomplexität: Moderne Injektionssysteme bestehen aus vielen Komponenten – Kunststoffteile, Federn, Nadeln, Kolben etc. – die präzise zusammengefügt werden müssen.
  • Hohe regulatorische Anforderungen: Normen wie ISO 13485 oder Anforderungen der FDA verlangen eine vollständige Rückverfolgbarkeit und lückenlose Prozessdokumentation.
  • Kostendruck und Effizienzanforderungen: Trotz wachsender Qualitätsansprüche müssen Prozesse wirtschaftlich bleiben.
  • Mangelnde Transparenz bei herkömmlichen Fügesystemen: Pneumatische Pressen oder mechanische Vorrichtungen ermöglichen kaum eine Überwachung oder Rückverfolgbarkeit der einzelnen Fügeprozesse. Fehler bleiben unbemerkt oder werden erst bei der aufwendigen Endkontrolle entdeckt.

Diese Problematik zeigt sich besonders deutlich bei automatisierten Montagelinien, in denen Hunderte von Produkten pro Stunde gefertigt werden. Wenn der Prozess nicht überwacht wird, können Serienfehler ganze Chargen unbrauchbar machen – ein hoher wirtschaftlicher Schaden und ein Risiko für die Patientensicherheit.

Die Lösung: NC-Fügemodule – Präzise, intelligent, validierbar

Die Firma PROMESS bietet mit ihren NC-Fügesystemen eine Lösung zur Überwachung und Steuerung von Fügeprozessen. Die Module kombinieren einen elektrischen Servoantrieb mit integrierter Kraft- und Wegmessung. Eine intelligente Steuerung erfasst alle Messdaten während des Fügeprozesses in Echtzeit und wertet sie aus. So lässt sich sowohl die Montage als auch die Qualität des gefügten Bauteils überwachen.

Wie funktioniert das System in der Praxis?

Ein einfaches Beispiel: Bei der Montage eines Autoinjektors muss der Innenträger mit einer Feder in das Gehäuse eingebracht werden. Dabei darf die Feder nicht beschädigt und das Gehäuse nicht überlastet werden. PROMESS-Fügemodule ermöglichen:

  • Exakte Positionierung der Bauteile durch die kontrollierte Bewegung des Pressstempels.
  • Kraftüberwachung in Echtzeit: Ist der Widerstand beim Einpressen zu hoch oder zu niedrig, wird der Prozess gestoppt.
  • Lückenlose Dokumentation jedes einzelnen Fügeprozesses mit Zeitstempel, Kraft-Weg-Verlauf und OK/NOK-Bewertung.
  • Integration in bestehende Steuerungs- und Qualitätssicherungssysteme via Schnittstellen (z. B. OPC UA, Profinet).

Vorteile gegenüber konventionellen Fügesystemen

Im Vergleich zu konventionellen pneumatischen oder hydraulischen Fügesystemen zeichnen sich Fügemodule von PROMESS durch eine Reihe technischer Vorteile aus. Ein wesentliches Merkmal ist die hohe Prozesssicherheit infolge der integrierten Echtzeitüberwachung. Während klassische Systeme lediglich Bewegungen ausführen, ohne den Prozessverlauf zu kontrollieren, erfassen die elektromechanischen Fügemodule kontinuierlich Kraft- und Wegparameter. Dadurch wird eine vollständige Prozess- und Ergebnistransparenz gewährleistet, die eine frühzeitige Erkennung fehlerhafter oder falsch positionierter Komponenten ermöglicht.

Darüber hinaus erfüllen die Module die Anforderungen an Validierbarkeit und Rückverfolgbarkeit, wie sie insbesondere in regulierten Branchen, etwa der Medizintechnik, gefordert sind. Sämtliche Prozessdaten werden automatisch und lückenlos dokumentiert. Jeder einzelne Fügeprozess ist eindeutig nachvollziehbar und kann im Bedarfsfall, beispielsweise im Rahmen von Audits oder Rückrufaktionen, zuverlässig rekonstruiert werden.

Die modulare Architektur erlaubt die Fertigung unterschiedlicher Produktvarianten auf einer einzigen Anlage. Prozessparameter wie Kraft- und Wegvorgaben lassen sich softwareseitig anpassen, wodurch mechanische Umrüstungen entfallen. Dies reduziert Rüstzeiten erheblich, steigert die Produktivität und senkt die Betriebskosten.

Schließlich tragen die elektromechanischen Fügesysteme auch zu einer gesteigerten Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit bei. Durch die Verringerung von Ausschuss, Nacharbeit und manuellem Prüfaufwand amortisiert sich die Investition in der Regel in kurzer Zeit. Zusätzlich sinkt der Energieverbrauch im Vergleich zu pneumatischen Lösungen deutlich, da der elektrische Antrieb nur dann Energie benötigt, wenn tatsächlich eine Fügeoperation ausgeführt wird.

Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Montage von Insulinpens: Die Kappe muss sitzen

Beim Zusammenfügen von Insulinpens muss beispielsweise die Kappe exakt aufgesetzt und eingerastet werden. Eine zu hohe Kraft kann den Mechanismus beschädigen, eine zu geringe Kraft führt zu unzureichendem Halt. Mit PROMESS lässt sich der Kraft-Weg-Verlauf exakt überwachen. Ein falsches Einrasten wird sofort erkannt – und das betroffene Produkt automatisch ausgeschleust.

Federspannung im Autoinjektor: Zuverlässig und reproduzierbar

Die richtige Vorspannung der Feder im Injektionsmechanismus ist essenziell. Zu wenig Spannung – und der Wirkstoff wird nicht injiziert. Zu viel – und das Gerät wird schwer kontrollierbar. PROMESS ermöglicht eine präzise Einstellung und Überwachung der Fügeparameter bei der Federintegration. Die Ergebnisse: konsistente Qualität, weniger Ausschuss und höchste Sicherheit für den Patienten.

Integration in moderne Produktionslinien

PROMESS-Fügemodule sind für den Einsatz in automatisierten Fertigungslinien konzipiert. Sie lassen sich über standardisierte Schnittstellen einfach in SPS- oder MES-Systeme einbinden. Über die dazugehörige Softwareplattform kann der Anwender:

  • Fügeprofile konfigurieren und speichern
  • Toleranzfenster definieren
  • Qualitätsauswertungen in Echtzeit durchführen
  • Reports für die Qualitätssicherung oder Audit-Dokumentation generieren

Fazit: Fügetechnik mit Weitblick für mehr Sicherheit in der Medizintechnik

Die Montage von Injektionssystemen ist mehr als das reine Zusammenfügen von Komponenten. Sie ist ein hochsensibler, validierter Prozess mit direkten Auswirkungen auf die Produktqualität und damit auf die Patientensicherheit. NC-Fügemodule von PROMESS bieten hier eine zukunftssichere Lösung, die Herstellern hilft, sowohl regulatorische Anforderungen zu erfüllen als auch wirtschaftlich zu produzieren. Mit intelligenter Fügetechnik lassen sich nicht nur Prozesse absichern – sondern auch Vertrauen schaffen: in das Produkt, den Hersteller und letztlich in die medizinische Versorgung selbst.

Ihre Kontaktperson

Dietmar Fechter

Dietmar Fechter

Vertrieb Baden-Württemberg

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